Das Team des

NAW

Beatrice Heitmann

Projektmanagerin im Fachbereich 1 Umwelt (Abfall, Boden, Wasser) und Fachbereich 2 Wasserbau

Von Meeresbiologie zum Wasserwesen

Seit Februar 2019 arbeite ich als Projektmanagerin beim Deutschen Institut für Normung - DIN e. V. in Berlin im DIN-Normenausschuss Wasserwesen (NAW).

Ich bin für folgende Normungsthemen auf nationaler und internationaler Ebene zuständig:

  • Biologische Verfahren (Fachbereich 1);
  • Wasserbau (Fachbereich 2).


Meinen Master of Science absolvierte ich an der TU Kaiserslautern und vertiefte mein Wissen im Gebiet der Ökologie und mikrobiellen Biodiversität von einzelligen Meeresbewohnern. Für meine Masterarbeit forschte ich 8 Monate am Golf von Neapel und untersuchte hierbei die genetische und morphologische Diversität von Mikroorganismen.

Um selbst ein wenig auf den Fragebogen zur Festschrift einzugehen und eine Geschichte aus der Normung zu erzählen, möchte ich den Hintergrund des Schnappschusses, den Sie hier sehen erklären. Meine erste und bisher einzige internationale Reise als DIN Mitarbeiterin begab sich im Jahre 2019, in dem es das Reisen noch gab. Ich hatte das Glück mit meinen lieben Kolleginnen Theresa und Anja für das jährliche Treffen des ISO/TC 190 „Soil quality“ nach Aveiro, Portugal reisen zu dürfen. Ich selbst betreue im SC 4 „Biological characterization” des ISO/TC 190 die WG 2 „Effects on soil fauna”, WG 4 „Effects on soil micro-organisms“ und WG 5 „Ecotoxicological aspects“. Am Tag der Abreise nahmen wir den Zug von Aveiro nach Porto und es schüttete wie aus Eimern. Klitschnass wanderten wir zum Bahnhof und wurden, wie das Bild vermuten lässt, nicht nur von oben nass. Die Kanalisation von Porto war mit so viel Regen überfordert. Auch wieder etwas, das mich in meiner Arbeit bestärkt, denn wahrscheinlich hätten wir ohne genormte Abwasserkanäle zum Bahnhof schwimmen müssen.

Wenn ich eine Norm wäre, dann natürlich die DIN 820-2 "Normungsarbeit - Teil 2: Gestaltung von Dokumenten". Für mich als Normerin ist sie Grundlage für meine tägliche Arbeit. Als gebürtige Ruhrpottlerin fällt mir aber auch die DIN 23307 "Gesäßleder für den Bergbau (Arschleder)" ein. Diese Norm wird für die Anfertigung von Gesäßleder, die im Bergbau zum Schutz des Gesäßes und der Arbeitskleidung verwendet werden angewendet.


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