Siebzig JAhre

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1971

Gründung ISO/TC 147 "Wasserbeschaffenheit"

Als der "Club of Rome" 1972 seinen Bericht "The Limits to Growth" (Die Grenzendes Wachstums) vorstellte, war bald weltweit klar, dass die Nachfrage nach unseren natürlichen Ressourcen bei gleichzeitig zunehmender Umweltverschmutzunguns in eine düstere Zukunft führte.

Regeln, Vorschriften und Verwaltungsgesetze wurden in einzelnen Ländern veröffentlicht, aber das reichte nicht aus, da die Wasserverschmutzung als grenzüberschreitendes Problem immer mehr in den Vordergrund rückte.

Nationale und internationale Organisationen wie die Weltgesundheitsorganisation (WHO), die Kommission der Europäischen Gemeinschaften (EG), die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD), die Internationale Vereinigung für Wasserversorgung (IWSA), die Internationale Kommission zum Schutz des Rheins (ICPRAP), die Internationale Kommission zum Schutz der Nordsee (OSPAR) - um nur einige zu nennen - veröffentlichten Listen mit Analysewerten zur Wasserverschmutzung, die oft auch zulässige Grenzwerte enthielten, weil eklatant deutlich wurde, dass Programme zur Wasseraufbereitung und Wasserüberwachung dringend erforderlich waren.

1971 gründeten etwa 20 Länder, vertreten durch ihre nationalen Normungsorganisationen (Natonal Standardization Bodies (NSBs)) innerhalb der Internationalen Organisation für Normung (ISO), einen Technischen Ausschuss, um eine Reihe von Normen für die Kontrolle der Wasserqualität auszuarbeiten und aufrechtzuerhalten.

Das daraus hervorgegangene Technische Komitee erhielt den Namen ISO/TC 147 „Water quality“ und wurde zunächst von ANSI, dem ISO-Mitgliedsorgan für die Vereinigten Staaten von Amerika, koordiniert. Im Jahre 1982 übernahm DIN, das Deutsche Institut für Normung e.V., die Leitung (in der ISO-Sprache: das Sekretariat).

Der vereinbarte Aufgabenbereich umfasst die "Normung auf dem Gebiet der Wasseranalyse, einschließlich der Definition von Begriffen, der Entnahme von Wasserproben, der Messung und Meldung von Wassereigenschaften".

Heute sieht die Struktur wie folgt aus (SC = Subcommittee):

SC 1 "Terminology" (Sekretariat: SABS, Südafrika)

SC 2 “Physical, chemical and biochemical methods"(Sekretariat: DIN, Deutschland)

SC 3 “Radioactivity measurements" (Sekretariat: AFNOR, Frankreich)

SC 4"Microbiological methods" (Sekretariat: DIN, Deutschland)

SC 5 “Biologicalmethods" (Sekretariat: DIN, Deutschland)

SC 6 “Sampling - General methods" (Sekretariat: BSI, Vereinigtes Königreich).

Mit Blick auf die Zukunft bleibt die Arbeit des ISO/TC 147 für seine Teilnehmer*innen eine faszinierende Aufgabe, und die Ergebnisse standardisierter Verfahren sind nach wie vor ein wichtiges Instrument im Umweltschutz.