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1989

Gründung CEN/TC 230 "Wasseranalytik"

Im Jahr 1989 wurde CEN/TC 230 "Wasseranalytik" gegründet, ein neues technisches Komitee unter CEN, dem Europäischen Komitee für Normung. Die erste Priorität war, Normen zu erarbeiten, die bestehende und zukünftige EU-Richtlinien zur Wasserqualität erfüllen.

Die Gründungssitzung des CEN/TC 230 fand am 24. April 1990 in Berlin, Deutschland statt.

Da es offensichtlich war, dass ein Teil der Arbeit auf der Normungsarbeit des ISO/TC 147 "Wasserbeschaffenheit" basieren sollte, war es sehr vernünftig, das Sekretariat des CEN/TC 230 dem DIN zu übertragen, um die bestmögliche Zusammenarbeit zu erleichtern und um widersprüchliche oder überflüssige bzw. parallele Bemühungen zu vermeiden.

Zunächst prüfte das CEN/TC 230 innerhalb des CEN etwa 20 ISO-Normen auf ihren möglichen Änderungsbedarf und konnte diese unverändert direkt in Europäische Normen (EN) umsetzen. Die weitere Arbeit des CEN/TC 230 wurde auch effektiv durch die Anforderungen bestimmter EG-Richtlinien beeinflusst, von denen die Wasserrahmenrichtlinie im Jahr 2000 zum Leitdokument wurde.

Unter Ausnutzung der "Wiener Vereinbarung" wurde die Arbeit der beiden recht ähnlich gelagerten Komitees CEN/TC 230 und ISO/TC 147 von den ersten Schritten der Projektnormung an koordiniert. Da im ISO/TC 147 "aggregiertes" Fachwissen vorhanden war, wurde beschlossen, dass es für beide Ausschüsse von Vorteil war, innerhalb des ISO/TC 147 Normen zu entwickeln und entweder ein kombiniertes Abstimmungsverfahren (Parallel Voting) über die daraus resultierenden Entwürfe internationaler Normen (DIS) zu organisieren oder die ISO-Normen nach der Veröffentlichung der ISO-Norm selbst über das "Unique Acceptance Procedure" in eine Europäische Norm umzuwandeln.

Die zukünftige Arbeit umfasst nicht nur die Bedürfnisse der ISO-Mitgliedsorganisationen bezüglich standardisierter Methoden, sondern auch die Bedürfnisse, die sich aus der europäischen Gesetzgebung aufgrund der engen Zusammenarbeit mit CEN ergeben.